Buenos Aires wirkt eher europäisch als südamerikanisch. Breite Boulevards. Prächtige Architektur. Überall Straßencafés.
Die Stadtteile prägen die Stadt. San Telmo bietet Antiquitätenmärkte und Tango auf Kopfsteinpflasterstraßen. Recoleta bietet Eleganz im Pariser Stil und den berühmten Friedhof, auf dem Evita ruht. La Boca sprüht vor Farben – bunt gestrichene Häuser und Straßenkünstler im Caminito.
Porteños (Einwohner von Buenos Aires) essen spät. Das Abendessen beginnt um 22 Uhr oder später. Asado (gegrilltes Fleisch) ist eine Religion. Der Wein ist Malbec. Die Gespräche dauern bis tief in die Nacht hinein.
Der Tango ist keine Touristenattraktion – er ist kulturelle Identität. Die Einheimischen tanzen in Milongas in der ganzen Stadt. Manche heißen Anfänger willkommen. Die meisten sind ernsthaft, erfahren und tanzen mit Leidenschaft.
Buenos Aires belohnt langsames Erkunden. Gehen Sie spazieren. Setzen Sie sich in Cafés. Beobachten Sie, wie sich die Stadt um Sie herum bewegt.
Patagonien ist kein Ort – es ist eine riesige Region, die sich über den Süden Argentiniens und Chiles erstreckt. Das argentinische Patagonien bietet Gletscher, Berge, leere Steppe und extremes Wetter.
El Calafate dient als Tor zum Nationalpark Los Glaciares und zum Perito-Moreno-Gletscher. Im Gegensatz zu den meisten Gletschern weltweit ist der Perito Moreno stabil – er schmilzt nicht zurück. Man kann auf Aussichtsplattformen nur wenige Meter von der Eiswand entfernt spazieren gehen. Der Gletscher kalbt regelmäßig. Das Geräusch ist wie Donner.
El Chaltén bietet anspruchsvolle Trekkingtouren. Der Fitz Roy dominiert die Skyline. Die Routen reichen von Tageswanderungen bis hin zu mehrtägigen Expeditionen. Die Landschaft ist rau – Granitgipfel, Gletscherseen, südliche Buchenwälder und Wind. Immer Wind.
Ushuaia gilt als die südlichste Stadt der Welt. Sie liegt am Beagle-Kanal, hinter ihr ragen Berge empor. Von hier aus starten Kreuzfahrten in die Antarktis. Oder Sie erkunden den Nationalpark Tierra del Fuego – Wälder, Seen und Wanderwege am buchstäblichen Ende der Welt.
Patagonien verlangt Respekt. Das Wetter ändert sich schnell. Die Entfernungen sind riesig. Die Infrastruktur ist spärlich. Planen Sie sorgfältig.
Die Iguazú-Wasserfälle liegen dort, wo Argentinien, Brasilien und Paraguay aufeinander treffen. Es sind 275 einzelne Wasserfälle, die sich über fast 3 Kilometer erstrecken. Die Niagarafälle würden in einen einzigen Abschnitt hineinpassen.
Von der argentinischen Seite aus hat man direkten Zugang. Stege führen über, neben und unter die Wasserfälle. Die Garganta del Diablo (Teufelsschlucht) ist das Highlight – eine U-förmige Kaskade, in der das Wasser mit ohrenbetäubender Wucht und permanentem Nebel 80 Meter in die Tiefe stürzt.
Der umliegende Dschungel wimmelt von Wildtieren. Nasenbären streifen über die Stege. Tukane sitzen in den Bäumen. Große Dämmerseglerschwalben nisten hinter den Wasserfällen.
Besuchen Sie nach Möglichkeit sowohl die argentinische als auch die brasilianische Seite. Argentinien bietet Nähe und Detailreichtum. Brasilien bietet den Panoramablick.
In Iguazu ist es das ganze Jahr über heiß und feucht. Bringen Sie wasserdichte Kleidung mit – in der Nähe der Wasserfälle werden Sie klatschnass.