Rom haut einen sofort um. Antike Ruinen neben Espressobars. Vespas, die sich durch den Verkehr schlängeln. Das Kolosseum, das Forum, das Pantheon – Geschichte ist überall.
In der Vatikanstadt befinden sich die Sixtinische Kapelle und der Petersdom. Buche Tickets Wochen im Voraus oder warte stundenlang. Michelangelos Deckenmalerei ist es wert.
Das Viertel Trastevere bietet authentisches römisches Leben – enge Gassen, familiäre Trattorien, Einheimische, die Wäsche aufhängen. Weniger glattgebügelt, dafür umso echter.
Das römische Essen ist einfach – Carbonara, Cacio e Pepe, Amatriciana. Keine Sahne in der Carbonara. Die Einheimischen regen sich darüber auf. Probieren Sie Flavio al Velavevodetto oder Da Enzo.
Rom eignet sich gut als Ausgangspunkt, aber die Warteschlangen sind lang. Früh morgens oder mit im Voraus gebuchten Tickets spart man sich stundenlanges Warten.
Die Toskana ist das Italien der Postkarten – sanfte Hügel, Zypressen, mittelalterliche Städte. Florenz ist die Heimat der Renaissance – die Uffizien, der Dom, Michelangelos David.
Die Weinregion Chianti erstreckt sich zwischen Florenz und Siena. Weinberge, Verkostungen, Agriturismo-Aufenthalte. Mieten Sie ein Auto, fahren Sie über Nebenstraßen und halten Sie bei jedem Weingut an.
Die Piazza del Campo in Siena ist einer der schönsten Plätze Europas. Das Palio-Pferderennen (Juli/August) verwandelt die Stadt in ein kontrolliertes Chaos.
Die mittelalterlichen Türme von San Gimignano ragen über die Weinberge empor. Touristisch, aber wunderschön. Übernachten Sie dort, nachdem die Tagesausflügler abgereist sind.
Die toskanische Küche ist herzhaft – Ribollita-Suppe, Bistecca Fiorentina, Pici-Nudeln. Dazu passt ein Chianti Classico. Einfach, saisonal, perfekt.
Venedig versinkt langsam, ist immer überfüllt und irgendwie dennoch magisch. Kanäle ersetzen Straßen. Gondelfahrten kosten 80–120 €. Wasserbusse (Vaporetto) kosten 7,50 €.
Markusplatz und Markusdom, Dogenpalast, Rialtobrücke – die Hauptsehenswürdigkeiten sind überfüllt. Besuchen Sie sie am frühen Morgen oder späten Abend.
Verlaufen Sie sich absichtlich. Schlendern Sie durch Gassen, überqueren Sie Brücken, entdecken Sie leere Plätze. Venedig offenbart sich abseits der Menschenmassen.
Ein paar Stunden nördlich erheben sich die Dolomiten – dramatische Kalksteingipfel, UNESCO-Weltkulturerbe. Cortina d’Ampezzo und Val Gardena zum Skifahren, im Sommer zum Wandern.
Die Berge fühlen sich anders an als der Rest Italiens – deutschsprachige Enklaven, österreichischer Einfluss, Bergkultur. Wunderschön und weniger chaotisch als die Städte.
Die Amalfiküste ist spektakulär – steile Klippen, pastellfarbene Dörfer, Zitronenhaine, kurvenreiche Straßen. Positano und Amalfi sind touristisch. Ravello ist ruhiger und bietet eine bessere Aussicht.
Fahre die Küstenstraße entlang oder nimm den Bus (eng, aufregend). Im Sommer verbinden Fähren die Orte entlang der Küste. Übernachte dort, um die Menschenmassen der Tagesausflügler zu vermeiden.
Die Cinque Terre bieten fünf farbenfrohe Dörfer, die sich an die ligurischen Klippen schmiegen. Wanderwege verbinden sie. Züge ebenfalls. Im Sommer ist es überfüllt. Frühling/Herbst sind besser.
Sizilien vereint griechische Ruinen, Barockstädte, Strände und den Ätna (aktiver Vulkan). Palermos Märkte, Taorminas Aussichten, Syrakus’ Geschichte – Sizilien lohnt sich zu erkunden.
In Süditalien geht es gemächlicher zu. Mahlzeiten dauern Stunden. Geschäfte schließen mittags. Die Einheimischen sprechen weniger Englisch. Es ist authentischer, weniger glatt, zutiefst italienisch.