Die albanische Küste erstreckt sich von Vlorë im Süden bis nach Ksamil entlang des Ionischen Meeres. Türkisfarbenes Wasser. Weißer Sand. Dramatische Klippen.
Ksamil ist das Highlight – oft wird es wegen seines kristallklaren Wassers und der kleinen vorgelagerten Inseln mit den Malediven verglichen. Man kann sie schwimmend, mit dem Tretboot oder nach einer kurzen Bootsfahrt erreichen. Auf einigen gibt es Bars.
Sarandë dient als Dreh- und Angelpunkt an der Küste – eine richtige Stadt mit Hotels, Restaurants und Nachtleben. Sie liegt 15 Minuten von Ksamil entfernt und in der Nähe der antiken Ruinen von Butrint, einer UNESCO-Stätte.
Fahren Sie die Küstenstraße von Sarandë nach Vlorë entlang, um Bergdörfer, versteckte Strände wie Gjipe und die osmanische Festung von Porto Palermo aus dem Jahr 1804 zu entdecken.
Das Beste daran: Selbst im August ist die albanische Riviera weit weniger überlaufen als Kroatien oder Griechenland auf der anderen Seite des Meeres.
Albanien hat zwei UNESCO-gelistete Steinstädte. Beide zeichnen sich durch Architektur aus der osmanischen Zeit und eine dramatische Lage in Hanglage aus.
Berat, die „Stadt der tausend Fenster“, ist um die Festung Kalaja herum angelegt. Die Festung umfasst ein ganzes weiß getünchtes Viertel – dort leben noch immer Menschen. Das Onufri-Museum in der Mariä-Entschlafens-Kirche zeigt byzantinische religiöse Kunst.
Gjirokastër, die „Steinstadt“, erhebt sich über Südalbanien. Die Burg hier ist eine der größten auf dem Balkan und stammt aus dem 4. Jahrhundert. Im Inneren: ein Waffenmuseum und Ausstellungen über die Zeit der Burg als politisches Gefängnis.
Die Altstadt umfasst rund 600 osmanische Häuser aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Steinmauern, Holzbalkone, Schieferdächer. Das Zekate-Haus (erbaut 1811) und das Skenduli-Haus bieten Führungen für etwa 4 € an.
Beide Städte eignen sich gut als Zwischenstopps auf einer Autoreise von Tirana in Richtung Süden. Der Basar von Gjirokastër, der seit fast 300 Jahren besteht, serviert exzellente Byrek und Qifqi-Reisbällchen.
Albaniens Hauptstadt überrascht die meisten Besucher. Sie ist farbenfroh, energiegeladen und voller Geschichte aus der kommunistischen Ära.
Der Skanderbeg-Platz bildet das Stadtzentrum – ein riesiger, 3.700 Quadratmeter großer Platz, umgeben von der Et'hem-Bey-Moschee (1819, mit farbenfrohen Fresken), dem Uhrturm (1830) und Regierungsgebäuden.
Bunk'Art und Bunk'Art 2 verwandeln Bunker aus dem Kalten Krieg in Geschichtsmuseen. Das „House of Leaves“ dokumentiert Albaniens Überwachungsstaat unter dem Kommunismus. Alle drei sind beeindruckend, beunruhigend und unverzichtbar.
Im Blloku-Viertel pulsiert das Nachtleben – einst der Elite der Kommunistischen Partei vorbehalten, heute voller Bars, Restaurants und Außenterrassen. Die Hemingway Bar serviert Craft-Cocktails. Die Radio Bar bietet Vintage-Flair und klassische Drinks.
Tirana ist sowohl Reiseziel als auch Ausgangspunkt für die Erkundung Albaniens. Der Nationalpark Mt. Dajti liegt 25 km östlich und bietet Wandermöglichkeiten sowie Ausblicke über die Hauptstadt.
Nordalbanien beherbergt einige der spektakulärsten und am meisten unterschätzten Berglandschaften Europas. Die Albanischen Alpen, auch „Verfluchte Berge“ genannt, stehen den Schweizer oder österreichischen Alpen in nichts nach.
Die Wanderung von Valbona nach Theth ist die bekannteste Route. Diese 9,5–18 km lange Strecke überquert den Valbona-Pass (1.800 m Höhe) zwischen zwei Bergdörfern. Sie dauert 7–8 Stunden, bietet Cafés in der Nähe des Gipfels und atemberaubende Ausblicke auf der gesamten Strecke.
Sowohl Valbona als auch Theth bieten Gästehäuser und traditionelle Berggastfreundschaft. Die meisten Wanderer nutzen Shkodër, Albaniens nördliches Zentrum, als Ausgangspunkt und organisieren von dort aus den Transport.
Der Weg ist nur von Juni bis Oktober geöffnet. Ende Juli und im August herrscht das beste Wetter, allerdings muss man mittags mit Hitze rechnen.
Abgesehen vom Wandern bewahrt die Region die traditionelle Bergkultur. Steinhäuser, alte Türme und eine Lebensweise, die sich jahrhundertelang von der albanischen Küste entfernt anfühlt.