Lissabon erstreckt sich über sieben Hügel oberhalb des Tejo. Die gelbe Straßenbahnlinie 28 schlängelt sich durch das Labyrinth der Gassen von Alfama. Azulejo-Fliesen schmücken überall die Gebäude – die blau-weiße portugiesische Identität.
Belém bietet das Hieronymuskloster (manuelinische Architektur), den Turm von Belém (Symbol des Zeitalters der Entdeckungen) und die Bäckerei Pastéis de Belém (Originalrezept für Pastel de Nata seit 1837). Das Anstehen lohnt sich.
Alfama ist Lissabons ältestes Viertel – maurischer Grundriss, Fado-Häuser, Einheimische, die Wäsche aufhängen, Aussichtspunkte (Miradouros). Verirren Sie sich absichtlich. Steigen Sie zur Burg São Jorge hinauf, um die Aussicht auf die Stadt zu genießen.
Bairro Alto bietet Nachtleben – Bars, Restaurants, Trinken auf der Straße. Tagsüber ruhig, nachts verwandelt sich das Viertel. Die LX Factory in Alcântara bietet Hipster-Cafés, Street Art und Vintage-Läden in einer umgebauten Fabrik.
Lissabon eignet sich gut als Ausgangspunkt. Tagesausflüge nach Sintra (Paläste), Cascais (Strände), Óbidos (mittelalterliche Stadt). Hervorragende öffentliche Verkehrsmittel. Erschwinglich im Vergleich zu westeuropäischen Hauptstädten.
Porto erhebt sich steil aus dem Douro. Ribeira-Uferpromenade – farbenfrohe Gebäude, Fischrestaurants, Blick auf den Fluss. Auf der anderen Seite des Flusses: die Portweinkeller von Vila Nova de Gaia (Taylor’s, Graham’s, Sandeman).
Portweinverkostungen 5–15 €. Lerne den Unterschied zwischen Tawny, Ruby und Vintage kennen. Die Keller sind kühl, stimmungsvoll und historisch. Porto hat den nach ihm benannten Likörwein erfunden.
Buchhandlung Livraria Lello – Jugendstil, rote Treppe, angeblich Inspiration für J. K. Rowling. 5 € Eintritt (abzugsfähig vom Buchkauf). Überfüllt, aber wunderschön. Fotografieren nur eingeschränkt erlaubt.
Der Bahnhof São Bento verfügt über 20.000 Azulejo-Fliesen, die die portugiesische Geschichte darstellen. Kostenloser, atemberaubender, funktionaler Bahnhof. Das Francesinha-Sandwich (mit Fleisch gefüllt, mit Käse überbacken, Biersauce) ist Portos Katermittel.
Tagesausflug oder Übernachtung im Douro-Tal – terrassierte Weinberge, Flusskreuzfahrten, Weingüter. UNESCO-Landschaft. Zugfahrt entlang des Flusses (12 € Hin- und Rückfahrt ab Porto).
Portugals Südküste bietet dramatische Klippen, goldene Strände und Ferienorte. Lagos hat die Ponta da Piedade (Felsformationen), Surfstrände und eine Altstadt. Rucksacktouristenfreundlich, lebhaft.
Sagres fühlt sich an wie das Ende der Welt – dramatische Klippen, Leuchtturm, starker Wind. Ein Paradies für Surfer. Unberührt, wunderschön, weniger erschlossen als die zentrale Algarve.
Albufeira und Vilamoura sind auf Massentourismus ausgerichtet – Golf, Resorts, Yachthafen, Nachtleben. Angenehme Strände, weniger authentisch portugiesisch. Viele britische Touristen.
Die besten geheimen Strände: Praia da Marinha (Postkartenklippen), Praia da Bordeira (wild, lang), Benagil-Höhle (mit dem Boot erreichbar). Im Sommer überfüllt. Frühling/Herbst besser.
Die Algarve entflieht den Menschenmassen von Lissabon/Porto. Der Fokus liegt auf Strandleben, Golf und Entspannung. Teurer als der Norden. Weniger kulturelle Tiefe, mehr Sonnengarantie.
Sintra – märchenhafte Paläste in bewaldeten Hügeln. Pena-Palast (farbenfroh, UNESCO), Quinta da Regaleira (mystische Gärten, Tunnel). Tagesausflug von Lissabon. Im Sommer überlaufen – früh hinfahren.
Alentejo – Korkeichenebenen, mittelalterliche Städte (Évora, Monsaraz), Weinregion. Heiß, ruhig, authentisch. Das Gegenteil der touristischen Algarve. Das gemächliche Portugal.
Costa Vicentina – wilde Atlantikküste, Surfstädte, Naturschutzgebiet. Carrapateira, Arrifana, Vila Nova de Milfontes. Windgepeitscht, dramatisch, weniger erschlossen.
Nationalpark Peneda-Gerês – Berge im Norden, Wasserfälle, Wandern, Dörfer. Einziger portugiesischer Nationalpark. Kühler, grüner als im Süden. Wenig besucht.
Azoren – Vulkaninseln, Walbeobachtung, Wandern, Thermalquellen. 2 Stunden Flug von Lissabon. Wilde Natur, wenige Touristen. Abenteuerreiseziel.